TdoT

Sondershausen. Flammen lässt Amalia Sergienko auf ihren bloßen Händen tanzen. Mit dem Schauexperiment im Chemiekabinett vom Geschwister-Scholl-Gymnasium verblüfft die Achtklässlerin nicht nur Devlin. Der Grundschüler aus Großberndten aber ist von solchen Vorführungen so fasziniert, dass auch er aufs Gymnasium gehen will, wenn er im Sommer die vierte Klasse abgeschlossen hat.

Devlins Mutter Jana Güldenzopf ist damit einverstanden. Überzeugt hat sie zu guter Letzt ihr Besuch in der Sondershäuser Schule beim Tag der offenen Tür am Samstag. „Hier wird den Schülern wirklich eine Menge geboten. Dafür kann mein Sohn auch den Weg von Großberndten in die Stadt auf sich nehmen. Schließlich fahren ja extra Schulbusse“, erklärt sie auf Nachfrage von Thüringer Allgemeine. Sie will Devlin in der kommenden Woche im Scholl-Gymnasium anmelden.

Dass möglichst viele Eltern diese Entscheidung treffen, hofft Ingo Woythe, der Leiter des Gymnasiums in Sondershausen. Deshalb freut er sich, dass am Samstag viele Gäste die Gelegenheit wahrgenommen haben, sich über die Schule und ihre Angebote zu informieren. „Bis jetzt sieht es so aus, dass wir mit 60 Neuanmeldungen für die fünften Klassen im kommenden Schuljahr rechnen können.“ Gern würde der Schulleiter auch noch mehr Schüler aufnehmen. „Aber es gibt ja einfach nicht mehr Kinder in den betreffenden Altersstufen.“

Umso mehr baut Woythe darauf, dass seine Schule mit ihrem breiten Spektrum an Lehrfächern aber auch außerschulischen Angeboten viele Eltern überzeugt. „Bei uns können die Kinder eine Vielzahl unterschiedlicher Interessen verwirklichen. Wir sind nicht allein auf Naturwissenschaften, den musischen Bereich oder sportliche Angebote spezialisiert.“

Das zeigte sich auch in dem Programm, das die 445 Schüler, 35 Lehrer und 3 Lehramtsanwärter vom Scholl-Gymnasium den Besuchern am Samstag im gesamten Schulhaus und in der Turnhalle boten. Während in der Aula Paul Baudis, Jan-Niklas Hommel, Thomas Büßer und Lehrer Markus Wacker als aktuelle Besetzung der Schulband angesagte Hits spielten, turnten eine Etage tiefer Trampolinspringer durch den Schulflur. Die Idee dazu hatte Josefine Lorenz, die als angehende Sportlehrerin die Trampolin-Truppe am Gymnasium in Leben gerufen hatte. „Weil die jungen Leute oft solche neuen Impulse bringen, bin ich froh, dass wir in jedem Schuljahr zwei oder drei Lehramtskandidaten im sonst sehr erfahrenen und über Jahre gewachsenen Kollegium haben“, sagt Schulleiter Woythe. Sportlich präsentierte sich die Schule auch in der Turnhalle. Dort zeigten die im Landesfinale fünftplatzierten Volleyballer des Schulteams ihr Können.

Natürlich präsentierten Schüler und Lehrer auch andere Fächer auf originelle Weise. Die englische Sprache etwa machte Fünftklässlerin Kinza Mahmood mit selbst gebackenen Scones nach einem britischen Originalrezept schmackhaft. Die Zutaten für das Gebäck konnten Interessierte nachlesen, natürlich nur auf Englisch. Besondere Sprachkünste waren dagegen nicht nötig, wenn sich die Besucher in der Cafeteria bei ihrem Schulrundgang mit allerlei Leckereien stärken wollten.

Quelle: Thüringer Allgemeine, Ausgabe Sondershausen, Timo Götz / 05.03.18